Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst (ADN)
Nach Lizenzierung durch die Sowjetische Militäradministration wird der Allgemeine Deutsche Nachrichtendienst (ADN) am 10. Oktober 1946 als GmbH in der sowjetischen Besatzungszone gegründet. Er soll eine gemeinnützige, keinerlei Gewinn anstrebende Gesellschaft sein, die ihre Tätigkeit durch Erhebung von Abonnementgebühren von den Zeitungen finanziert.
Am 30. April 1953 löst die DDR-Regierung den ADN als GmbH auf und gründet ihn am nächsten Tag neu: Damit ist der ADN ab 1. Mai 1953 eine staatliche Nachrichtenagentur. Der ADN gibt vor, welche Nachrichten in der DDR verbreitet werden und welche ins Ausland gelangen.
In den 40 Jahren seines Bestehens weitet der ADN seine Dienste aus. 1986 unterhält er 47 Auslandbüros, hatte Kooperationsvereinbarungen mit 72 Agenturen weltweit und beschäftigte 1.200 Mitarbeiter:innen. Mit dem Ende der DDR wird der ADN in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt und 1992 durch die Treuhandanstalt an den Deutschen Depeschendienst (ddp) verkauft. Die dpa kauft 1991 die Fotosparte Zentralbild, welche bis heute als eigenständige Foto- und Bildagentur unter dem Dach der dpa existiert. Das Bildarchiv wird in das Bundesarchiv überführt.

