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NACHRICHTEN – NEWS

Wie ist deine Beziehung zu Nachrichten?

Jeder Mensch hat eine andere Antwort auf diese Frage. Schaust du oft Nachrichten? Oder schaltest du ab, wenn die Nachrichten beginnen?

Fühlst du Hoffnung oder Hilflosigkeit, wenn du Nachrichten liest oder hörst? Diese Frage haben wir vor der Ausstellung gestellt. Die vielen verschiedenen Antworten zeigen: Wie wir auf Nachrichten reagieren, hängt nicht nur von den Nachrichten ab. Es hängt auch von unseren Erfahrungen, Werten und der Lebenssituation ab.

Hör selbst!

 

Schwarz-weiß-Fotografie einer Ticker-Tape-Parade in Chicago, anlässlich der Mondlandung von Apollo 1969. Menschenmengen säumen die Straße, während Konfetti und Papierschlangen in der Luft wirbeln. Mehrere Polizeibeamte und Fahrzeuge sind zu sehen, während offene Autos durch die Menge fahren. Hochhäuser und US-Flaggen sind im Hintergrund sichtbar.

Bild: Schwarz-weiß-Foto von einer Feier in Chicago zur Mondlandung 1969. Viele Menschen stehen an der Straße. Konfetti und Papierschlangen fliegen durch die Luft. Polizisten und Autos sind zu sehen. Offene Autos fahren durch die Menge. Im Hintergrund sieht man hohe Gebäude und US-Flaggen.

Glaubst du, dass die Welt besser oder schlechter wird, wenn du Nachrichten liest?

Wenn du diesen roten Punkt siehst, gibt es mehr zu diesem Thema. Klicke auf den Text oder den roten Punkt, um weiterzulesen.

Was wir erfahren

Es gibt viele verschiedene Nachrichten. Wir können mehr Nachrichten lesen oder hören als je zuvor. Aber die Frage ist: Wie werden die Nachrichten ausgewählt? Und welche Nachrichten schauen wir uns an? Welche Teile der Wirklichkeit bekommen wir zu sehen?

Das Bild zeigt ein Triptychon (dreiteilige Bilddarstellung) von einem irakischen Soldaten und zwei weiteren Soldaten in Militärkleidung. In der mittleren, farbigen Darstellung gibt ein Soldat dem erschöpft wirkenden irakischen Soldaten Wasser aus einer Feldflasche. Die beiden äußeren Panels sind schwarz-weiß Versionen derselben Szene. Der irakische Soldat sitzt auf dem Boden mit geschlossenen Augen, während ein anderer Soldat ihm hilft. Ein Gewehr ist in den beiden äußeren Bildern im Vordergrund zu sehen.

Bild: Itsuro Inouye, Montage: Tagesspiegel/Ursula Dahmen, 2003, picture alliance/AP und Tagesspiegel

Das Farbfoto in der Mitte ist das Original. Es zeigt einen irakischen Soldaten. Um ihn herum stehen US-Soldaten. Das Bild stammt aus dem Irak-Krieg im Jahr 2003. Die Künstlerin Ursula Dahmen hat daraus eine Fotomontage gemacht. Diese Montage ist heute sehr bekannt. Sie zeigt uns: Bilder können uns täuschen.

Die Wahrheit ist oft nicht einfach. Auf dem Bild wird der irakische Soldat bedroht und versorgt. Aber das erkennen wir erst, wenn wir genau hinsehen. In unserer schnelllebigen Zeit ist das schwer. Wir bekommen viele Informationen nur in kleinen Stücken. Es wird noch schwieriger, wenn jemand die Informationen absichtlich verändert.

Mit der Ausstellung NACHRICHTEN – NEWS schauen wir auf die Arbeit von Nachrichtenagenturen. Sie versuchen, das ganze Bild zu zeigen.

Hast du schon mal die Kürzel (dpa/AFP/AP/Reuters) gesehen? Diese Zeichen zeigen, dass die Informationen von einer Nachrichtenagentur kommen. Nachrichtenagenturen wie die dpa haben eine wichtige Aufgabe. Sie informieren die Medien über alles Wichtige. Dafür arbeiten weltweit viele Journalistinnen und Journalisten. Diese berichten aus vielen Ländern und schicken die Nachrichten an ihre Zentrale. Dort wird alles genau überprüft. Kein Medium kann eigene Leute überall hinschicken. Deshalb kaufen sie die Nachrichten von den Agenturen. Auf diese Weise bezahlen sie gemeinsam die Journalistinnen und Journalisten vor Ort.

Versunkene Dampfschiffe im Bodensee, Riesenhamsterratten in Angola oder ein Bus-Unfall auf der Autobahn A9: Immer wieder gibt es neue Themen. Immer wieder gibt es Überraschungen. Und jeden Tag treffen sie neue Menschen.

Zehn Reporterinnen und Reporter der dpa erzählen aus ihrem Alltag. Sie berichten von ihrer Arbeit, die spannend und oft auch stressig ist.

Versunkene Dampfschiffe im Bodensee, Riesenhamsterratten in Angola oder ein Fernbus-Unfall auf der A9: Immer wieder neue Themen, immer wieder Aha-Momente, und kein Tag, an dem sie nicht neue Menschen treffen. Zehn Korrespondent:innen der dpa berichten aus ihrem Alltag zwischen Vielfalt und Zeitdruck.

Farbfotografie eines modernen Redaktionsbüros. Mehrere Personen sitzen vor großen Computerbildschirmen, einige tragen Headsets. Im Hintergrund sind weitere Arbeitsplätze und große Monitore an der Wand zu sehen, die verschiedene Inhalte anzeigen. Die Beleuchtung ist kühl und gedämpft, was eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre vermittelt. Glaswände trennen den Arbeitsbereich von anderen Bürozonen.

Zentralredaktion der dpa in Hamburg, 1973, dpa

Was machen Korrespondenten und Korrespondentinnen? Was ist eine Depesche? Hier geht’s zum Glossar, wo du Begriffe nachschauen kannst.

Was unterscheidet Korrespondent:innen von Journalist:innen? Und was war noch einmal eine Depesche? Hier geht’s zum Glossar.

Welche Aufgabe hatten Nachrichtenagenturen früher?
Warum brauchen wir sie heute?

Farbfotografie eines modernen Redaktionsbüros. Mehrere Personen sitzen vor großen Computerbildschirmen, einige tragen Headsets. Im Hintergrund sind weitere Arbeitsplätze und große Monitore an der Wand zu sehen, die verschiedene Inhalte anzeigen. Die Beleuchtung ist kühl und gedämpft, was eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre vermittelt. Glaswände trennen den Arbeitsbereich von anderen Bürozonen.

Zentrale der dpa, Berlin 2023, dpa

Nachrichtenagenturen entstehen Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals ist die Wirtschaft weltweit verbunden. Aber die Medien sind noch nicht gut vernetzt. Nur wenige Zeitungen haben eigene Reporter und Reporterinnen im Ausland. Doch die Menschen in Europa interessieren sich immer mehr für Nachrichten aus anderen Ländern. Besonders Geschäftsleute wollen Wirtschaftsnachrichten.

Nachrichtenagenturen wollen diese Lücke füllen. Sie sorgen dafür, dass Zeitungen Nachrichten aus der ganzen Welt bekommen. Zuerst liefern sie Börsenkurse aus dem Ausland und verkaufen diese an Zeitungen. Am Ende des 19. Jahrhunderts haben sie Büros auf der ganzen Welt. Sie verkaufen Auslandsnachrichten ohne Konkurrenz.

Nachrichten sollen uns informieren. Sie sind ein Teil des Journalismus. Nachrichten sollen nicht unterhalten oder überzeugen. Im Internet gibt es viele Seiten, die diese Trennung nicht immer beachten.

Ist es eine Nachricht oder eine Meinung?
Kennst du den Unterschied?

Wie sieht eine Ausstellung über Nachrichten aus?

Bunt, leicht zu verstehen und viel zum Mitmachen

Blick in die Ausstellung NACHRICHTEN – NEWS im Museum für Kommunikation Berlin
© Museum für Kommunikation Berlin, Fotos: Vincent Villwock

Wie heißt deine liebste Nachrichten-Quelle?

In der Ausstellung gibt es eine bunte Wand mit Zetteln. Auf den Zetteln steht, welche Nachrichtenquellen die Besucher am liebsten nutzen. Dieses Thema finden wir spannend. Deshalb fragen wir auch dich: Welche Nachrichtenquelle magst du am meisten?

Diese Nachrichtenquellen haben unsere Besucherinnen und Besucher genannt:

Deutschlandfunk, Tagesschau, arte journal, ZDF heute-journal, Deutschlandfunk Kultur, Radio RBB 88.8, ORF, Zeit online, Tiktok, taz, Tagesspiegel Bezirksnewsletter, SWR Migratöchter, Süddeutsche Zeitung, radioeins, Radio, MDR, netzpolitik.org, BBC News, logo! – die Kindernachrichten des ZDF, Klassische Medien, Internet, Instagram, FAZ, dpa, Doktor Dab, Die Woche, Der Tag, Berliner Zeitung, Zeitung.

Wortwolke, die die liebsten Nachrichtenquellen der User zeigt.

Diese Nachrichtenquellen haben unsere Besucher:innen im Museum genannt:

Was brauchen wir, um gut informiert zu sein?

Immer mehr Menschen schauen keine Nachrichten mehr. Das liegt auch an den vielen Krisen auf der Welt. Eine Studie zeigt: Immer mehr Menschen vermeiden Nachrichten. Das ist schlecht für unsere Gesellschaft. Denn eine Demokratie braucht gut informierte Menschen.

Die Ausstellung fragt: Warum passiert das? Sie zeigt verschiedene Meinungen und Perspektiven. Es werden wichtige Fragen gestellt:

Was ist wichtig?
Was ist wahr?
Wie wirken Nachrichten auf uns?

Fachleute aus verschiedenen Bereichen sprechen über diese Themen. Zum Beispiel aus der Wissenschaft und dem Recht. Das Ziel ist, besser zu verstehen, warum viele Menschen sich von Nachrichten überfordert fühlen. Die Ausstellung will auch zeigen, welche Herausforderungen es gibt und was man tun kann. Dafür haben wir Fachleute befragt.

Was ist wichtig? Was ist wahr? Wie wirken Nachrichten auf uns? 

Was ist wichtig? Was ist wahr? Wie wirken Nachrichten auf uns?

Nachrichten. Was jetzt?

Manchmal sind Nachrichten anstrengend und machen uns traurig. Dann schauen wir sie nicht mehr. Aber keine Nachrichten zu schauen, ist auch keine Lösung. Nachrichten sollen uns nicht müde machen, sondern uns informieren und Hoffnung geben.

Im Journalismus ändert sich viel. Redaktionen schauen auf neue Ideen, arbeiten gemeinnützig und sprechen mehr mit den Menschen, die Nachrichten lesen oder sehen. Was wünschst du dir für die Zukunft?

Wir können schlechte Nachrichten auf der Welt nicht verhindern. Aber wir können darauf achten, dass es gute Nachrichten gibt. Gute Nachrichten informieren uns genau und unabhängig.

Wie ist dein Wunsch für die Zukunft der Nachrichten?